Bei uns sind Sie richtig! Seit 1992 bieten wir die Ausbildung zur Klinischen und Gesundheitspsychologie an - profitieren auch Sie von der Kompetenz und Erfahrung der Akademie des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen (BÖP).

Interventionen bei Kindern und Jugendlichen im Zusammenhang mit psychosomatischen Schmerzen und med. Eingriffen

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14.06.2019 16:00-19:30
15.06.2019 09:30-17:00

Wien
Nr. S-01-15-0094-1

12 Einheiten
€ 274,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 330,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Manuela Schwaiger

Ziel

Psychosomatische Erkrankungen stellen ein besonders wichtiges Kapitel in der Kinder- und Jugendzeit dar, da der junge Mensch impulsgesteuerter als der Erwachsene reagiert und viel mehr durch seinen "Leib" lebt. Das Kind "spricht" durch sein Verhalten, durch seinen Körper, durch seine Symptome.
So reagieren Kinder und Jugendliche auf Stress und Belastungen häufig mit Bauch-, Kopf- und Rückenschmerzen. Auch andere somatoforme Beschwerden (Infektanfälligkeit, Schwindel, Kollaps, Hyperventilation, Herzbeschwerden) oder wechselnde Schmerzzustände können die Folge sein. Bei Chronifizierung der Beschwerden kommt es häufig zu komorbiden Störungsbildern im Kindes- und Jugendalter. Auch spätere psychosomatische Reaktionen werden so bereits in der Kindheit gebahnt und brauchen daher rasch resiliente Lösungsstrategien.
Auf Ängste von Kindern vor Impfungen, Blutabnahmen, Zahnarztbesuch und anderen medizinischen Eingriffen entsprechend einzugehen, wird ebenfalls ein wichtiger Teil des Seminars sein.
Sowohl der richtige präventiver Umgang als auch wichtige Interventionen bei bestehender Angst vor Eingriffen oder bereits erfolgten Traumatisierungen sind wichtige Tools im Bereich der klinisch-psychologischen Behandlung.

Die TeilnehmerInnen sind eingeladen, eigene Fragestellungen und Fälle mitzunehmen.

Inhalt

Die TeilnehmerInnen lernen spezifische klinisch-psychologische
Interventionen zur Veränderung somatoformer Störungen bei Kindern und
Jugendlichen:

  • Begriffsdefinitionen und einen Überblick über die häufigsten somatoformen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter
  • Einblick in die Dynamik der Entstehung psychosomatischen Erkrankungen und somatoformer
    Störungen - Multifaktorieller Erklärungsansatz:

    • Einflussfaktoren von Persönlichkeit, life-events, familiären, schulischen und sozialen Beziehungsstrukturen und Umwelt
  • Systemischen Ansätzen zur Gesprächsführung und Intervention

  • Anamneseerhebung, Arbeit mit dem Präsentier-Symptom, Skalierungen

  • Fragen nach Ausnahmen, Arbeit mit den Systemen

  • Spezifische klinisch-psychologische Interventionen und Techniken für die klinisch-psychologische Behandlung

  • Spezifische hypnotherapeutische und spieltherapeutische Interventionen zur Schmerz- und Angstbewältigung
    bei medizinischen Eingriffen bei Kindern und Jugendlichen

  • Hypnotherapeutische Interventionen und Entspannungsmethoden mit
    Imaginationen sowie Dissoziation und Externalisierung

  • Spieltherapeutische und kreative Methoden wie Zeichnen, Malen, Gestalten
    mit Plastelin, Einsatz von lösungsorientierten Bilderbüchern

  • Hypnotherapeutische Techniken zur Bewältigung der Ängste vor Eingriffen,
    z. B. Schmerzschalter, Zauberhandschuh, innere Helfer

  • Spieltherapeutische Methoden wie Rollenspiele, Handpuppenspiel zur
    Angstbewältigung vor Eingriffen oder nach traumatisierenden Eingriffen,
    z.B. Arztkoffer

Lehrmethoden:

  • Powerpoint Vortrag mit Präsentation von Fallbeispielen,
  • Übungen und Demonstrationen,
  • Einübung durch Rollenspiele,
  • Präsentation von Materialien z. B. Handpuppenspiel, Bilderbücher

Leitung

  • Dr.in Rosa Matzenberger

Hinweis

Zielgruppe:
Klinische -und GesundheitspsychologInnen, AusbildungskanditatInnen, Kinder, Jugend- und FamilienpsychologInnen, Trauma- und Schmerzpsychologinnen

Dieses Seminar ist für den Bereich II und III des Currirculums Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie mit je 6 Einheiten anrechenbar.