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Jugenddelinquenz - warum Jugendliche kriminell werden und was man dagegen tun kann

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05.11.2019 09:00-17:00

Wien
Nr. S-01-15-0098-1

8 Einheiten
€ 186,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 228,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Manuela Schwaiger

Ziel

Eine Vielzahl der Jugendlichen begehen im Verlauf ihrer individuellen Entwicklung zumindest einen strafrechtlich relevanten Normenverstoß. Während die meisten Jugendlichen im Rahmen ihrer Normensozialisation sehr selten und nur vorübergehend bedeutsame Regelverstöße begehen, kommt es bei wenigen Jugendlichen zu einer Verfestigung von dissozialen Verhaltensweisen. Die Entwicklung von dissozialem Verhalten und Risikofaktoren, die zu einer Verfestigung dieses problematischen Verhaltens führen sowie die Anwendung von Präventivprogrammen bzw. Interventionen im Umgang mit den Betroffenen und deren Angehörigen bilden den Inhalt dieses Seminars. In dem Seminar wird somit themenspezifisches Wissen rund um das Thema Jugenddelinquenz, Begutachtung von straffällig gewordenen Jugendlichen und Perspektiven im Umgang mit den Betroffenen (Individuelle Präventionsansätze sowie Eltern- und familienorientierte Ansätze in der Psychologischen Behandlung, entwicklungsorientierte Kriminalprävention etc.) vermittelt und in einem dialogischen Prozess Praxiserfahrungen ausgetauscht.

Inhalt

  • Theoretisches Hintergrundwissen über die Entstehung von dissozialem Verhalten bekommen
    • Unterscheidung zwischen einem im Prozess der moralischen Entwicklung normalen/ episodenhaften Phänomen bei Kindern und Jugendlichen und dem Risiko, dauerhaft delinquentes Verhalten bis ins Erwachsenenalter zu zeigen, treffen können
  • Möglichkeiten und Grenzen von Präventivprogramme, Behandlungssettings und Hilfeplanung für Betroffene zu kennen
  • Interventionsprogramme entwerfen und anwenden können

  • Entwicklung von delinquentem Verhalten bei Jugendlichen und Erwachsenen (Kriminalitätstheorien, Risikomodelle, Schutzfaktoren)

  • Charakteristika von Jugendlichen, die Straftaten begehen (mit dem Fokus auf jugendliche Mehrfach- und Intensivtäter)

  • Zurechnungsfähigkeit und Entwicklungsreife (inkl. problematische/verzögerte Reife)

  • Interventionsprogramme und Präventivprogramme im Bereich der Jugenddelinquenz

Take-Aways

  • Inputs für die Arbeit in freier Praxis bzw. für das Beratungs- und Betreuungssetting für Betroffene (Kinder, Jugendliche und Familien)
  • Kenntnis von der Entwicklung dissozialen Verhaltens
  • Diagnostik von und Interventionsmethoden für delinquente Jugendliche (inkl. Angehörigenberatung) Methodenerweiterung

Leitung

  • Mag. Martin Mayerhofer

Hinweis

Dieses Seminar ist für den Bereich III des Curriculums Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie anrechenbar.