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Rückenschmerzen

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09.09.2017 09:00-17:00

Wien
Nr. S-01-23-0012-4

8 Einheiten
€ 216,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 260,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Tamara Akdil
akdil@boep.or.at

Ziel

PatientInnen mit Rückenschmerzen machen die größte Gruppe aller SchmerzpatientInnen aus. Die Sichtweise in Bezug auf Pathologie sowie diagnostische und therapeutische Vorgehensweisen haben sich für Rückenschmerzen in den letzten Jahren
deutlich verändert. Heute wird davon ausgegangen, dass es sich in 80% aller Fälle um sog. nicht-spezifische Beschwerden handelt, bei denen wirkliche körperliche Schäden (i.S. einer Ätio-Pathologie) die Schmerzen nicht hinreichend erklären, vielmehr handelt es sich um komplexe Funktionsstörungen, bei denen psychologische Faktoren eine erhebliche Rolle spielen können. Die TeilnehmerInnen des Seminars sollen die multifaktorielle Genese für die Entstehung und Aufrechterhaltung von nicht-spezifischen Rückenschmerzen erkennen können, wobei es insbesondere darum geht, die (psychologischen) Mechanismen auf der kognitiven, emotionalen und der Verhaltensebene vorzustellen, die den Übergang vom akuten zum chronischen Stadium der Erkrankung erklären können. Die TeilnehmerInnen sollen erkennen, dass die Behandlung von nicht-spezifischen Rückenschmerzen nur im Rahmen eines interdisziplinären Settings gelingen kann.

Inhalt

  • Multifaktorielle Genese für die Entstehung und Aufrechterhaltung von nicht-spezifischen Rückenschmerzen
  • Zusammenwirken der psychologischen Mechanismen mit sozialrechtlichen und iatrogenen Faktoren
  • Das Angst-/Vermeidungsmodell chronischer Rückenschmerzen
  • Auswirkungen auf die diagnostische Ebene wie insbesondere auch das therapeutische Vorgehen
  • Beachtung bzw. der Einbezug von Behandlungsinhalten wie auch von übergeordneten Behandlungsprinzipien (sog. multimodale Programme nach "Functional Restoration"-Konzept)

Leitung

  • Dipl.-Psych. Helge Poesthorst