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"Harte Nüsse": Gesprächsführung bei Widerstand, Zwangskontext und herausforderndem Verhalten von Erwachsenen

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18.11.2017 09:30-17:30

Salzburg
Nr. S-01-11-0068-1

8 Einheiten
€ 179,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 219,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Tamara Akdil
akdil@boep.or.at

Ziel

Das Seminar wird zeigen, welche verständlichen psychologischen Mechanismen hinter jenen Verhaltensweisen, die häufig unter dem Wort "Widerstand" subsummiert werden, stehen können. Denn pragmatisch betrachtet: Kaum jemand sucht aus reiner Begeisterung unsere Unterstützung, die meisten fühlen sich durch innere Faktoren (Leidensdruck etc.) oder äußere Umstände (Drängen von Bezugspersonen, gesetzliche Auflagen etc.) gezwungen. Zwangskontext ist die Norm, nicht die Ausnahme.
Sobald Sie selbst eine entspannte Haltung zu "unmotivierten" GesprächspartnerInnen haben und sich nicht von den Emotionen und heimlichen Aufträgen anstecken lassen, gelingen Wertschätzung, minimaler Beziehungsaufbau, die Bildung nützlicher Hypothesen und erste Interventionen, die Kompetenz und Hoffnung vermitteln. Deren Ziel ist zunächst nur, die vernunftgetragene Ablehnung oder Zustimmung (informed consent) möglich zu machen, ein Ja oder Nein zum psychologischen oder psychotherapeutischen Angebot.
Auch in laufenden Beratungs- bzw. Behandlungsprozessen kann extrem herausforderndes Verhalten auftauchen. Damit nützlich und souverän umgehen zu können, ist ein wichtiger Bestandteil guter Gesprächsführung. Das vermittelt Kompetenz, sichert die Arbeitsbeziehung, ermöglicht Veränderung und ist auch für unsere eigene Stabilität notwendig.
Verschiedenste Interventionen werden in diesem Seminar erarbeitet und geübt mit dem Ziel, Beziehung und gute Wachstumsbedingungen für "harte Nüsse" zu schaffen.

  • Tiefgreifendes Verständnis der ursächlichen Faktoren und psychologischen Mechanismen
  • Souveräner, variantenreicher Umgang damit
  • Selbstreflexion und Selbstschutz

Inhalt

  • "Ich will nicht. Ich kann nicht. Ich trau mich/dir nicht." Direkte und indirekte Ausdrucksformen bzw. Verhaltensweisen von Erwachsenen aufgrund von Reaktanz, Resignation und anderen psychologischen bzw. situativen Faktoren.
  • Freiwilligkeit als Bedingung für Erfolg? Einige Studienergebnisse dazu.
  • "Wieso hat er/sie das jetzt notwendig?": Motivationale Klärung als Basis für nützliche Hypothesenbildung.
  • Situationsgerechte Interventionen erarbeiten, erleben, einüben.
  • Psychohygiene und Selbstschutz

Leitung

  • Mag.a Helga Kernstock-Redl