ABGESAGT: Familienmediation - rechtliche Grundlagen, geförderte Familienmediation, Trennungs- und Scheidungsmediation, Mediation im Nachbarrecht

Außerhalb des Buchungszeitraums, bei Interesse wenden Sie sich bitte an untenstehende Ansprechperson

Sa 23.09.2023, 09:00–17:00
So 24.09.2023, 09:00–16:15

Wien
Nr. S-01-90-0029-1

15 Einheiten
€ 396,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 481,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Mag.a Doris Ernhofer

Ziel

In diesem Seminar werden die rechtlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen der Familienmediation, insbesondere der Trennungs- und Scheidungsmediation besprochen, wobei auch auf die spezifischen Merkmale und Besonderheiten der Mediation im Umfeld der Familie eingegangen wird.

Neben der Vermittlung der relevanten rechtlichen Bestimmungen zu den Themen Ehe-, Scheidungs- und Kindschaftsrecht wird auch die Rolle und Funktion des Rechts in der Mediation und der Umgang mit rechtlichen Informationen erörtert und diskutiert. Im Zusammenhang mit Vereinbarungen im Mediationsprozess werden auch relevante vertragsrechtliche Bestimmungen thematisch behandelt. Gerade in der Mediation in familien- und kindschaftsrechtlichen Konfliktfällen ist es unerlässlich, sich auch mit der Rolle und den Rechten der betroffenen Kinder auseinanderzusetzen, zumal ihre Rechte und Interessen im Mediationsprozess besonders zu berücksichtigen sind. Möglichkeiten der Umsetzung dazu werden erörtert und diskutiert.

Auf die in der Familienmediation besonders geeignete Methode der Co-Mediation, die auch in den diversen Richtlinien zur geförderten Familienmediation als Standard für diese vorgesehen ist, wird Bezug genommen, sie kann im praktischen Teil des Seminars auch ausprobiert werden. Die außergerichtliche Streitbeilegung bei nachbarrechtlichen Konflikten wird überblicksmäßig dargestellt.

Lehrziele:
TeilnehmerInnen

  • gewinnen eine Übersicht über Einsatzbereiche der Mediation im Familienumfeld,
  • lernen die familienrechtlichen Grundlagen und Rahmenbedingungen der Familienmediation, insbesondere der Trennungs- und Scheidungsmediation kennen und können sie in die eigene mediatorische Tätigkeit integrieren,
  • erkennen die spezifischen Dynamiken und Konfliktfelder in der Mediation in familien- und kindschaftsrechtlichen Konfliktfällen und können Ansätze für lösungsorientierte Interventionen erarbeiten, insbesondere unter der Berücksichtigung der Interessen Minderjähriger,
  • setzen sich mit der Rolle des Rechts in der Mediation auseinander und können mit den rechtlichen Bestimmungen in der Mediation adäquat umgehen,
  • lernen im Zusammenhang mit den Voraussetzungen der geförderten Familienmediation auch das Modell Co-Mediation kennen und können sich in praktischen Übungen einen Eindruck davon verschaffen,
  • gewinnen einen Überblick über die rechtlichen Bestimmungen zur außergerichtlichen Streitbeilegung von Konflikten im zivilen Nachbarrecht.

Inhalt

  • Vermittlung relevanter Grundlagen des Familienrechts (Ehe-, Scheidungsrecht, Kindschaftsrecht) und der Rahmenbedingungen der geförderten Familienmediation,
  • Kennenlernen der Besonderheiten und spezifischen Dynamiken der Mediation in familien- und kindschaftsrechtlichen Konfliktfällen; Berücksichtigung der Rechte betroffener Kinder und Jugendlicher,
  • Auseinandersetzung mit der Rolle und Funktion des Rechts in der Mediation,
  • Darstellung der rechtlichen Bestimmungen für die außergerichtliche Streitbeilegung von Konflikten im Bereich des zivilen Nachbarrechts (Konflikte bei Entzug von Licht und Luft).

Zielgruppen

  • PsychologInnen
  • Klinische PsychologInnen
  • GesundheitspsychologInnen
  • PsychotherapeutInnen

ReferentInnen

Hinweis

Für dieses Seminar relevante Literaturangaben:
Astrid Deixler-Hübner " Scheidung, Ehe und Lebensgemeinschaft" 14. Auflage, 2023.

Weiterführende Literaturempfehlung
Krabbe-Thomsen "Familien-Mediation und Kinder" 4. Auflage, 2017.


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