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Frühkindliche Essstörungen und Sondendependenz: Einführung in Diagnostik, Prävention und Behandlung

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14.09.2018 09:00-17:00

Graz
Nr. S-01-15-0086-1

8 Einheiten
€ 182,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 223,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Manuela Schwaiger

Ziel

Mangelernährung und die Komplexität von Essstörungen sind zentrale Themen in der Pädiatrie. So verhält sich das Malnutritionsrisiko hospitalisierter chronisch kranker Kinder ähnlich zu jenem von Erwachsenen und liegt bei bis zu 50%. Fütter- und Essstörungen sind ebenso recht häufig und können bei normal entwickelten Kindern in bis zu 25% der Fälle auftreten. Kinder mit Entwicklungsrückständen weisen sogar wesentlich höhere Raten auf. Die Gründe für die Entwicklung einer Fütter- und Essstörung sind vielseitig - sie sind stets bio-psycho-sozialer Natur. Kann/darf oder soll sich ein Kind aus medizinischer oder psychologischer Sicht nicht mehr oral ernähren, erfolgt die künstliche Ernährung über eine Sonde. Langfristig kann sich bei Kindern mit einer temporär geplanten Sondenernährung eine Sondenabhängigkeit entwickeln. In diesem Seminar erhalten die TeilnehmerInnen erstmals einen Einblick in das Thema frühkindliche Essstörungen und Sondendependenz anhand von Fallbeispielen und theoretischen Inputs. Aktuelle Diagnostikprozesse, Beratungs- und Behandlungsmaßnahmen sowie Forschungsergebnisse werden interaktiv vorgestellt.

  • Einblick in die Arbeit mit Familien und (Klein-)kindern und Säuglingen, die an Fütter- und Essverhaltensauffälligkeiten leiden
  • Wissenserwerb zur Thematik sowie zum Phänomen der Sondenabhängigkeit und der Behandlungsmöglichkeiten
  • Wissenserwerb über Interaktionsdynamiken im Esslernkontext

Inhalt

  • Einführung in das Thema frühkindliche Essstörungen und Sondendependenz
  • Definition der unterschiedlichen Konstrukte und Ätiologie frühkindlicher Ess- und Fütterstörungen,
  • Diagnostik von frühkindlichen Fütter- und Essstörungen (ICD-10, DC 0-3R, Videoanalysen)
  • Vorstellung verschiedener Behandlungskonzepte sowie
  • Interventionsmaßnahmen

Leitung

  • Mag.a Dr.in Karoline Pahsini

Hinweis

Dieses Seminar ist für den Bereich II des Curriculums Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie anrechenbar.