7. Tag der Klinisch-Psychologischen Behandlung / Psychologischen Therapie

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 25.–26.09.2026 von 14:00 bis 17:30 Uhr | Online

Die Österreichische Akademie für Psychologie | ÖAP veranstaltet gemeinsam mit dem Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) vom 25.-26.09.2026* zum siebten Mal den 7. Tag der Klinisch-Psychologischen Behandlung / Psychologischen Therapie. Bitte beachten Sie, dass die Tagung dieses Jahr ausschließlich **online stattfindet.

Für die gesamte Veranstaltung, 25.-26.09.2026, werden gemäß Psychologengesetz PlG 2013 11 Einheiten angerechnet.

Anmeldeschluss ist der 17.09.2026.

Zahlunghinweis: Die Rechnung erhalten Sie spätestens 10 Tage vor Stattfinden der Veranstaltung. Erst nach Erhalt der Rechnung bitten wir um Überweisung der Teilnahmegebühr.

Referent/in

Univ.-Prof. Dipl,-Psych.in Christiane Eichenberg, Mag.a Dr.in Petra Sackl-Pammer, MMag. DDr. Markus Gole uvm.

Veranstaltungsort

online

14:00–15:30

Workshop A - Erwachsene: Der Körper in der psychologischen Behandlung. Vom Reden zum Spüren und zurück - Körperorientierte Zugänge in der Praxis.

Psychische Störungen betreffen den Menschen als Ganzes - eine Trennung von Psyche und Körper entspricht weder der klinischen Realität noch dem etablierten biopsychosozialen Verständnis von Psychopathologie. Dennoch sind klinisch psychologische Interventionen traditionell eher verbal-kognitiv ausgerichtet. Durch Entwicklungen der letzten Jahrzehnte kam der Körper im Rahmen achtsamkeitsbasierter Behandlungsformen und anderer körperorientierter Techniken bereits mehr in den Fokus. Mittlerweile existiert eine vielfältige Landschaft solcher Methoden, oft gebunden an spezifische Ausbildungen.
In meinem Vortrag stelle ich einen Zugang vor, der nicht an einer speziellen Technik orientiert ist, sondern den Menschen in seiner Gesamtheit, also mit Körper und Geist in seiner Lebenswelt, begreift. Ausgehend von einem phänomenologischen Verständnis, kann die klinisch-psychologische Behandlung die Körperlichkeit von Patient:innen berücksichtigen und stückweise in die Therapie einfließen lassen. Der so erweiterte Handlungsrahmen ermöglicht es Psycholog:innen, Aspekte zu integrieren, die durch rein verbalen Zugang häufig unberücksichtigt bleiben.

Workshop B - KIJUFAM: Selbstwertstärkung in der klinisch-psychologischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen

Gefühle zum und Gedanken über den eigenen Wert sind zentrale Themen in nahezu jeder Behandlung. Denn sie können nicht nur ein Symptom selbst, sondern viele anderen Lebensbereiche - zum Beispiel das grundlegende psychische Befinden, den Umgang mit Belastungen, subjektiv gesehene Veränderungsmöglichkeiten und soziale Interaktion - stark beeinflussen.
In diesem Beitrag werden Infos, neue Sichtweisen und praxistaugliche Möglichkeiten vermittelt, Kinder und Jugendliche - ggf. unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes - beim Aufbau von gutem Selbstwert zu unterstützen.

15:45–17:15

Workshop C - Erwachsene: Atemtechniken und Atmungstherapie in der klinisch-psychologischen Behandlung

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Formen von Atemtechniken: solche, die mit einer langsamen Atmung einhergehen und unter anderem zur psychophysiologischen Entspannung und Aktivierung des Vagus eingesetzt werden und solche, die mit einer schnellen Atmung einhergehen und zur allgemeinen Aktivierung bzw. zur Veränderung von Bewusstseinszuständen eingesetzt werden. Während langsame (Bauch-) Atmung wissenschaftlich gut evaluiert und schon lange in der klinisch-psychologischen Behandlung beheimatet ist, sind schnelle (hyperventilatorische) Atemtechniken (historisch "breathwork" genannt) bezüglich ihrer klinischen Wirksamkeit noch unzureichend erforscht. Im Seminar werden auf die komplexen und profunden physiologischen und pathophysiologischen Auswirkungen von Atemtechniken eingegangen sowie auf deren Einsatz in der Diagnostik und Behandlung spezifischer Indikationen wie Angststörungen und Depressionen. Zusätzlich wird auch deren Anwendung zur Förderung positiver psychischer Zustände und Prozesse wie etwa Entspannung oder positive Emotionsbewältigung gestreift. Ausgewählte Atemtechniken werden vorgestellt. Raum für Diskussion ist gegeben.

Workshop D - KIJUFAM: Klinisch-psychologische Behandlung von sozialen Ängsten im Kindes- und Jugendalter

Soziale Ängste sind im Kindes- und Jugendalter weit verbreitet und haben häufig auch andere komorbide psychiatrische Störungsbilder als Folge. Wichtig ist daher die Symptome je nach Entwicklungsalter differentialdiagnostisch gut zu erkennen und einzuordnen und im Anschluss umgehend mit einer klinisch-psychologischen Behandlung mit ausgewählten Behandlungsinterventionen zu beginnen.
Die klinisch-psychologische Behandlung beinhaltet kind - und jugendzentrierte Interventionen, um Psychoedukation zu fördern, negative dysfunktionale Gedanken zu verändern, Vermeidungsverhalten abzubauen, Ressourcen zu stärken, soziale Kompetenzen im Einzel- oder Gruppensetting aufzubauen und das Selbstwertgefühl und die Selbstwirksamkeit zu verbessern.

Integrierte Eltern (bzw. Bezugspersonen) und Familieninterventionen sind für die klinisch-psychologische Behandlung sehr entscheidend, da die Familie ein wichtiges Lernumfeld darstellt und oft angstaufrechterhaltende Faktoren im System eine große Rolle spielen. Die wichtigsten Interventionen sind hierbei Psychoedukation, Abbau von dysfunktionalen Erziehungsverhalten, Förderung von Autonomie, Unterstützung als Co-Therapeuten und Verbesserung der intrafamiliären Kommunikation und Selbstfürsorge für die Eltern bzw. Bezugspersonen.

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