5. Internationale Fachtagung "Psychologische Diagnostik"

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 24.–25.11.2022 von 09:00 bis 15:00 Uhr | online

Die Österreichische Akademie für Psychologie | ÖAP veranstaltet gemeinsam mit dem Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) und dem Qualitätszirkel "Diagnostik" vom 24.-25.11.2022 online zum fünften Mal die Internationale Fachtagung "Psychologische Diagnostik".
Programmcover

Die Fachtagung mit dem diesjährigen Motto "Neue Wege in der Diagnostik" wartet wiederum mit international renommierten ReferentInnen auf, die die theoretischen, grundlegenden Aspekte in der Diagnostik sowie die "Best Practice"-Umsetzung in die Praxis in ihren Vorträgen abdecken. Die Tagung dient der Vertiefung und Fortbildung in neue Bereiche und soll zu einer Qualitätssicherung u.a. bei Klinischen PsychologInnen, GesundheitspsychologInnen sowie Vertrags- und WahlpsychologInnen führen.

Der 1. Tag, 24.11.22, wartet mit 6 Vorträgen auf, beginnt um 09:00 und endet um 18:00.
Der 2. Tag, 25.11.22, bietet auch diesmal vertiefende Parallelvorträge (aufgeteilt in die Zielgruppen Kinder und Erwachsene). Bitte wählen Sie jeweils einen Vortrag pro Zeitblock aus, so dass Sie an insgesamt 3 vertiefenden Vorträgen am 2. Tag teilnehmen, der um 09:00 beginnt und um 15:00 endet.

Teilnahmegebühr
Frühbucher bis zum 09.10.2022

  • EUR 200,00 BÖP-Mitglieder
  • EUR 235,00 Nicht BÖP-Mitglieder

ab 10.10.2021

  • EUR 230,00 BÖP-Mitglieder
  • EUR 270,00 Nicht BÖP-Mitglieder

  • EUR 100,00 Studierende (im Bachelor, Magister/Masterstudium mit Nachweis eines gültigen Studierendenausweises) und TeilnehmerInnen der ÖAP Ausbildung KP/GP

Für die gesamte Veranstaltung, 24. und 25.11.2022, werden gemäß Psychologengesetz 2013, BGBI I 182/2013 14 Einheiten angerechnet.
Anmeldeschluss ist der 11.11.2022.

Hinweis:
Die Fachtagung findet online statt.
Es werden in den Tagen vor der Veranstaltung Technikchecks für angemeldete TeilnehmerInnen stattfinden. Über diese Termine wird zeitgereicht informiert.
Für die Online Fachtagung wird ebenfalls rechtzeitig der Registrierungs- bzw. Teilnahmelink an die Personen, die die Teilnahmegebühr eingezahlt haben, verschickt.

Wir bitten um Verständnis, dass unsere Gewährleistung und Haftung auf technische Probleme, die in unserem Bereich liegen, beschränkt ist. Stellen Sie bitte daher vor Beginn der Veranstaltung sicher, dass Ihre technischen Voraussetzungen den Vorgaben entsprechen. Eine Rückerstattung der Teilnahmegebühr aus Gründen, die in Ihrem Bereich liegen, ist nicht möglich.

Zahlunghinweis: Die Rechnung erhalten Sie spätestens 10 Tage vor Stattfinden der Veranstaltung. Erst nach Erhalt der Rechnung bitten wir um Überweisung der Teilnahmegebühr. Der Frühbucherbonus wird für Anmeldungen bis inkl. 09.10.2022 verrechnet.

Referent/in

Univ. Prof. Dr. Manfred Döpfner, Prof.in Dr.in Alexandra Martin, Prof. Dr. Lothar Schmidt-Atzert, Dr. Adrian Meule, uvm.

Veranstaltungsort

online

25.11.2022 09:00–10:30 Uhr

Vortrag A - Kinder: "Lernstörungen, Dyskalkulie. Schwerpunkt: Verfahren"

Lernstörungen stellen einen häufigen Vorstellungsgrund in der psychologischen Praxis dar, können aber auch im Rahmen von anderen Problemstellungen als Ursache oder sekundäre Komorbidität eine relevante Rolle spielen. Die Abklärung eines möglichen Vorliegens einer Lernstörung ist daher bei Kindern im Schulalter häufig indiziert. Der Vortrag startet mit einer Übersicht über allgemeine Grundlagen zum Thema Lernstörungen. Detailliert wird anschließend auf die aktuell gültigen Diagnosekriterien nach ICD-10 sowie die Leitlinien der AWMF zur Diagnostik von Lese-/Rechtschreibstörungen sowie von Rechenstörungen eingegangen. Beide werden einander sowie den bislang bekannten Neuerungen nach ICD-11 gegenübergestellt. Anschließend wird die konkrete Umsetzung der Diagnosekriterien und Leitlinien im Rahmen des diagnostischen Prozesses besprochen. Insbesondere wird auf psychologische Verfahren und Methoden, die üblicherweise bei der Erfassung von Lernstörungen zur Anwendung kommen, eingegangen. Ein Fallbeispiel soll die Durchführung des psychologisch-diagnostischen Prozesses, von der Erarbeitung der Fragestellung bis zur Integration der Ergebnisse, inklusive Differentialdiagnostik und Diagnosestellung, veranschaulichen.

Vortrag B - Erwachsene: "Klassifikation & Diagnostik von Essstörungen"

Mit dem Inkrafttreten der ICD-11 im Jänner 2022 ändert sich die Klassifikation und Diagnostik von Essstörungen im Vergleich zur ICD-10 wesentlich. Dies betrifft nicht nur die Bildung einer nunmehr eigenständigen Kategorie Fütter- oder Essstörungen, sondern auch die Hinzunahme von nun näher spezifizierten Essstörungen, die in der ICD-10 nicht beschrieben waren, sowie eine geänderte und spezifischere Beschreibung der Anorexia nervosa und deren Subtypisierungen. Neben einem historischen Überblick über die Klassifikation von Essstörungen sowie der Darstellung der aktuellen Klassifikation nach ICD-11 und deren Unterschiede zur ICD-10 wird im Vortrag ebenfalls die Klassifikation nach DSM-5 behandelt. Dies deshalb, da sich die ICD-11 im Bereich der Essstörungen relativ stark mit der Klassifikation im DSM-5 überlappt und insbesondere, da gängige diagnostische Interview- und Selbstberichtsverfahren zumeist am DSM-5 orientiert sind. Hierzu werden ausgewählte, für die Praxis geeignete Verfahren vorgestellt.

25.11.2022 10:50–12:20 Uhr

Vortrag C - Kinder: "Diagnostik bei Störungen des Sozialverhaltens"

folgt

Vortrag D - Erwachsene: "Somatoforme und somatische Belastungsstörungen"

folgt

25.11.2022 13:20–14:50 Uhr

Vortrag E - Kinder: "Persönlichkeitsstörungen im Jugendalter"

Im DSM-5 wurde ein alternatives Modell zur Diagnose von Persönlichkeitsstörungen (AMPS) vorgeschlagen (APA, 2013). Für das ICD-11 (WHO, 2018; gültig ab 2022) wurde dieser Ansatz verbindlich aufgenommen. Die Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen (PS) wird sich dadurch fundamental ändern.
Die Änderungen reflektieren einen doppelten Paradigmenwechsel: die Einführung einer dimensionalen Erfassung eines allgemeinen Schweregrads von PS (Wegfall der Typenorientierung bei der PS-Diagnostik) und die allgemeine Einführung einer Lebenszeitperspektive für jegliche psychische Störung (Wegfall der Altersbegrenzung für die Diagnose PS).
Die Bestimmung des Schweregrads von PS umfasst die Beurteilung des individuellen Funktionsniveaus der Persönlichkeit in grundlegenden Bereichen: Beeinträchtigungen in Aspekten des Selbst (z. B. hinsichtlich gefestigter Identität oder der Fähigkeit zur Selbststeuerung) und/oder Probleme in zwischenmenschlichen Persönlichkeitsfunktionen (z. B. fehlende Fähigkeit zu engen Beziehungen oder zum Verständnis für die Sichtweise anderer). Diese mehrdimensionale Betrachtung soll der Stigmatisierung entgegenwirken und Therapieplanung vereinfachen.
Um insbesondere im frühen Jugendalter eine fundierte Diagnostik nach den neuen Richtlinien zu fördern, werden altersspezifische Bewertungsinstrumente benötigt, die dieselben Funktionsbereiche reliabel und valide erfassen, wie sie für Erwachsene beschrieben sind.

Vortrag F - Erwachsene: "Neurokognitive Störungen: Differentialdiagnostik"

Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Denkstörungen sowie Veränderungen der Persönlichkeit und des Verhaltens sind Kennzeichen unterschiedlicher Hirnerkrankungen, wie sie beispielsweise im ICD-10 mit F06.7 oder F07 gekennzeichnet werden können. In dem Vortrag wird das hypothesengeleitete diagnostische Vorgehen bei unterschiedlichen neurologischen Erkrankung aus neuropsychologischer Sicht dargestellt. Ausgehend von theoretischen Überlegungen werden unterschiedliche Verfahren und diagnostische Beurteilungen anhand von konkreten Patientenbeispielen dargestellt. Aus dem Inhalt: Neurokognitive Störungen bei neurologischen Krankheitsbildern, Diagnoseverfahren, kognitive Störungen, Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen, Beschwerdenvalidierung.

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