Aggravation, Simulation, Dissimulation, Beschwerdenvalidierung

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08.11.2019 09:00-17:00
09.11.2019 09:00-17:00

Wien
Nr. S-01-48-0014-1

16 Einheiten
€ 366,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 444,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Manuela Schwaiger

Ziel

Ergebnisse von psychologischen Tests und Fragebögen sind in besonderer Weise von der Mitwirkung der untersuchten Person in der Untersuchung abhängig. Besonders gutachtlichen Kontexten ist ein sekundärer Gewinn in aller Regel immanent, sodass Antwortverzerrungen im Sinne suboptimaler Anstregungsbereitschaft, überhöht geltend gemachter Beschwerden und anderer interessengeleiteter Darstellungen häufig auftreten. Methoden der Beschwerdenvalidierung dienen der Überprüfung, ob individuelle Testergebnisse als gültig angesehen werden können.

Die Teilnehmer sollen die konzeptionelle Fassung verschiedener Formen verzerrter Darstellung kennen lernen und die Rationale der Beschwerdenvalidierung sowie ihre Bedeutung für eine sachgerechte Begutachtung verstehen. Der Grundsatz, dass psychologische Gutachten zur Untersuchung geltend gemachter kognitiver und/oder psychischer Störungen ohne eine adäquate Beschwerdenvalidierung in ihrer Aussagekraft erheblich gemindert sind, wird vermittelt und begründet. Überblicksmäßig wird die Vielzahl von Ansätzen und Methoden zur Beschwerdenvalidierung kennen gelernt. Anhand von Gutachtenbeispielen aus verschiedenen rechtlichen Kontexten soll ihr sachgerechter Einsatz ebenso verstanden werden wie die Konsequenzen, die sich aus positiven oder negativen Ergebnissen herleiten.

Inhalt

  • Grundlagen psychologische Beschwerdenvalidierung / Grenzen der psychologischen Test- und Fragebogenmethodik
  • Besonderheiten gutachtlicher Tätigkeit
  • Methoden der Beschwerdenvalidierung
  • Differenzialdiagnostische Probleme der Differenzierung von Simulation, Aggravation, somatoformen und artifiziellen Störungen

Leitung

  • Dr. Thomas Merten

Hinweis

Zielgruppe:
Gutachtlich arbeitende oder interessierte klinische Psychologen und Neuropsychologen; ggf. entsprechend qualifizierte Mediziner; Auftraggeber psychologischer Gutachten.

Vorkenntnisse
Profunde psychodiagnostische Kenntnisse (Tests und Fragebogenmethodik) sollten vorhanden sein. Da Methoden zur Beschwerdenvalidierung im gutachtlichen Kontext von besonderer Bedeutung ist, sind eigene gutachtliche Erfahrungen (oder mindestens ein vertieftes Interesse daran) sehr hilfreich.