Märchen und Geschichten als traumazentrierte narrative Interventionen

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Freie Plätze vorhanden

Di 21.04.2020, 10:00–18:00
Mi 22.04.2020, 09:00–17:00

Wien
Nr. S-01-13-0012-10

16 Einheiten
€ 366,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 444,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Tamara Akdil

Ziel

Narrative Interventionsformen (Geschichten, Märchen, Briefe) sind besonders sanfte und respektvolle Techniken. Sie können dem Selbstwert- und Beziehungsaufbau, der Psychoedukation, Ressourcenaktivierung und beachtet man einige ganz spezielle Kriterien auch der psychologisch fundierten Traumabehandlung dienen. Die Basis für den letztgenannten Einsatzbereich bildet die klar strukturierte Gesprächsführung bei EMDR (F. Shapiro). Von Joan Lovett stammt der Ansatz, daraus einen 7-teiligen Leitfaden für Geschichten zu entwickeln. Solche "heilsamen Traumageschichten" können (völlig eigenständig oder mit bilateraler Stimulation) als behutsame Intervention für Kinder oder Erwachsene und bei unterschiedlichen Traumafolgestörungen eingesetzt werden, auch bei lückenhafter Erinnerung. Denn sie erlauben immer Distanzierung: Es ist ja nur eine Geschichte.

Das zweitägige Seminar kann befähigen und inspirieren, solche Geschichten als Intervention selbst zu schreiben oder die passenden Elemente in fertigen Märchen, Filmen bzw. Büchern zu erkennen und zu nutzen. Ausgehend von den Fragen und Fällen der TeilnehmerInnen wird die praktische Umsetzung im Beratungs- oder Behandlungssetting demonstriert und geübt. Im Zentrum steht ein tiefgreifendes Verständnis von psychischem Trauma und dessen Bewältigung.

Inhalt

  • Basiswissen Traumapsychologie, -behandlung und Selbstwert; systemische bzw. hypnotherapeutische Aspekte, Mentalisieren (Fonagy & Target) und praktische Ressourcenorientierung
  • Geschichtenstruktur als 7-teiliger Leitfaden
  • Beispielgeschichten für unterschiedlichsten Personen bzw. traumaspezifischen Themen
  • Selbst sofort Geschichten zu eigenen Fällen entwickeln und einsetzen
  • Fertige passende Elemente/Geschichten erkennen und einsetzen (vgl. Märchen-, Film- und Bibliotherapie)
  • Sammlung von Geschichten, die Ressourcen aufbauen oder die Dissoziation, Trauer oder Skills erklären

Zielgruppen

  • PsychologInnen
  • Zielgruppe ohne Einschränkung auf PsychologInnen
  • Klinische PsychologInnen

ReferentInnen

Feedback zum Seminar

06/2019

09/2019

Hinweis

Dieses Seminar richtet sich an PsychologInnen und PsychotherapeutInnen.
Dieses Seminar ist für den Bereich III des Currirculums Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie anrechenbar.


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