Der alternde Mensch als Verkehrsteilnehmer

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Freie Plätze vorhanden

Mi 21.09.2022, 09:00–18:30

Wien
Nr. S-01-50-0014-1

10 Einheiten
€ 249,50 mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 307,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Manuela Schwaiger

Ziel

Deutlich gemacht werden soll: Ältere Menschen spielen allein schon durch die demographische Entwicklung als TeilnehmerInnen im Straßenverkehr eine immer größere Rolle und sind in den westlichen Industrienationen eine zunehmend relevante Zielgruppe nicht nur der Mobilitätsforschung, sondern auch der Verkehrspolitik. In der heutigen "mobilen" Gesellschaft ist (Auto-)Mobilität geradezu zum Symbol für Freiheit und Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Erlebnisreichtum, Aktivität, Flexibilität, Individualität geworden, zum Gradmesser für Wohlstand und Fortschritt. Die alternde Gesellschaft wird also mehr denn je auch eine mobile Gesellschaft (auf Rädern) sein.

Inhalt

Der Inhalt umfaßt drei größere Teile/Kapitel: Die demographische Entwicklung und deren Implikationen für die Mobilität - unter Einbezug von Altersberichten und offiziellen Statistiken.

Sodann die Verkehrsbeteiligung und Unfallbeteiligung älterer Menschen als Autofahrer, Fußgänger, Radfahrer. Bei der Analyse der Häufigkeit, Art und Ursachen der Unfälle werden alternsbegleitende Veränderungen der psychophysischen Leistungsfähigkeit, aber auch andere verkehrssicherheitsrelevante Risikofaktoren wie z.B. Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung erörtert, bis hin zu durchaus erfolgreichen kompensatorischen Prozessen, die aber auch "dysfunktional" ausufern können.

Letztlich geht es dann um interventive Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für die Zielgruppe der SeniorInnen. Wenn die Maßnahmen Erfolg zeitigen sollen, dann müssen sie sich auf die vorher beschriebenen alter(n)sspezifischen Grundlagen beziehen. Kommunikative (verbale/nonverbale) Techniken müssen als personenzentrierte Ansätze zielgruppenorientiert gestaltet sein. Dazu gehören Beratung (mit dem Exkurs: Hausarztmodell), wie auch Kampagnen/Programme und Trainings inkl. Fahrverhaltensbeobachtung bei qualifizierten Rückmeldefahrten.
Selbst bei dem Aspekt der Technikentwicklung, z.B. i. S. der Vereinfachung der Fahrzeugbedienung (FAS/FIS) bis hin zum autonomen Fahren darf natürlich das Portfolio der Kompetenzen der jeweiligen Zielgruppe nicht außer Acht geraten.
Zur dritten Maßnahmengruppe "Regelung und Gestaltung der Verkehrsumwelt" gehört zum einen die infrastrukturelle Gestaltung der Verkehrsumwelt bis hin zur Schaffung von Mobilitätsalternativen, zum anderen aber auch die Regelung der Verkehrsumwelt durch generalpräventiv-legislative Maßnahmen, bei denen immer wieder die Fahreignung im höheren Lebensalter im Zentrum der Diskussion steht.

Zielgruppen

  • PsychologInnen

ReferentInnen

Hinweis

Approbiert als Aus- und Weiterbildungsveranstaltung nach FSG-GV und FSG-NV.

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