Rahmenbedingungen der klinisch-psychologischen Begutachtung

Anmeldung

Freie Plätze vorhanden

Fr 23.10.2026, 09:00–18:30

Wien
Nr. S-01-45-0006-1

10 Einheiten

  • € 323,- mit BÖP-Mitgliedschaft (inkl.USt)
  • € 399,- ohne BÖP-Mitgliedschaft (inkl.USt)
  • € 165,- Sonderpreis BÖP-Begutachtungsstelle (inkl.USt)

Ansprechperson
Tamara Akdil

Ziel

Das WaffG 2026 und seine DVO legen fest, dass die waffenpsychologischen Gutachter:innen ein Gutachten zu verfassen haben, welches Aufschluss darüber gibt, ob die Antragstellenden als verlässlich gelten. Das Seminar zeigt zum einen, warum eine Reform des WaffG notwendig war, wie der BÖP sich positionieren konnte und wie die aktuelle 1. WaffV aussieht. Zum anderen wird das Seminar verschiedene Arten von gutachterlichen Standardisierungen vorstellen und eine Hilfestellung dabei sein, ärztliche Befunde, Strafregisterauszüge, Mitteilungen der Stellungskommission, klinisch-psychologische Befunde und sonstige Informationen in das Gutachten einzuarbeiten und eine wissenschaftlich schlüssige Aussage zu treffen, damit dieses einer allfälligen gerichtlichen Anfechtung durch negativ beschiedene Antragstellende standhalten kann.

Lehrziele:

  • Erstellen eines psychopathologischen Status nach dem AMDP-System erlernen.
  • Die Möglichkeit bekommen, unter den vorgestellten standardisierten Arten der Gutachtenserstellung eine auswählen zu können.
  • Das Gutachten so zu erstellen, dass es einer Anfechtung vor Gericht standhalten kann.
  • Eine Ausgewogenheit zwischen dem Aufwand der Gutachtenserstellung (Zeit, Kosten für Testmaterialien.) und der eigenen rechtlichen Absicherung durch qualitative Standards finden können.

Inhalt

  • Das WaffG 1996 und seine Schwächen
  • Die 1. WaffV 2026 und ihre Übertragung in klinisch-psychologische Konstrukte zur Messbarkeit
  • Darstellung diverser nationaler und internationaler Standardisierungen zur Erstellung von klinisch-psychologischen Gutachten
  • Vorschläge zur Einarbeitung von diversen Befunden und behördlichen Auskünften in das Gutachten
  • Vorstellung von diversen Methoden zur Qualitätssicherung des Gutachtens unter der Prämisse, dass kognitive Verzerrungen bei der Erstellung unvermeidbar sind aber minimiert werden sollten.

Zielgruppen

  • Klinische Psycholog:innen

Referent:innen

  • MMag. Dr. Aron Kampusch, MSc.

Seminarort

Seminarzentrum ÖAP Dietrichgasse 25, 3. Stock 1030 Wien

Hinweis

Für den Besuch des Seminars erforderliche Vorkenntnisse:
Waffengesetz 2026, 1. Waffengesetzdurchführungsverordnung 2026, Beherrschung von klinisch-psychologischer Test-Diagnostik.

Für dieses Seminar relevante Literaturangaben:
Reinhard Haller (2008). Das psychiatrische Gutachten. Grundriss der Psychiatrie für Juristen, Sozialarbeiter, Soziologen, Justizbeamte, Psychotherapeuten, gutachterlich tätige Ärzte und Psychologen. Manzsche Verlags- und Universitätsbuchhandlung.
Karl Westhoff & Marie-Luise Kluck (2013). Psychologische Gutachten schreiben und beurteilen. Entspricht den Deutschen und Europäischen Richtlinien zur Erstellung psychologischer Gutachten. Springer.
Daniel Kahneman, Sibony Oliver & Cass Sunstein (2021). Noise. Was unsere Entscheidungen verzerrt und wie wir sie verbessern können. Siedler.


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