WEBINAR: Inklusion durch Digitalisierung für Menschen mit kognitiven Defiziten dargestellt am Beispiel der RehaGoal-App

Außerhalb des Buchungszeitraums, bei Interesse wenden Sie sich bitte an untenstehende Ansprechperson

Do 09.03.2023, 16.00–19:15

online
Nr. S-01-19-0036-2

4 Einheiten
€ 80,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 96,- ohne BÖP-Mitgliedschaft
€ 80,- mit GNPÖ-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Gesellschaft für Neuropsychologie Österreich (GNPÖ)

Ziel

Digitale Technologien haben fast jeden Aspekt unserer heutigen Welt durchdrungen. Dadurch spielen Digitale Technologien eine Schlüsselrolle bei der Förderung von Inklusion und Teilhabe, respektive der Verhinderung von Ungleichheit (Fuchs & Bock, 2018). Dennoch wird Menschen mit kognitiven Defiziten, wie z.B. mit exekutiven Defiziten oder räumlichen Orientierungsdefiziten häufig der Umgang mit digitalen Technologien nicht zugetraut. Gleichzeitig können diese Menschen besonders von digitalen Technologien profitieren. Ziel dieses Seminares ist es die Chancen und Herausforderungen zu erarbeiten, die sich für Menschen mit angeboren und erworbenen Hirnschädigungen durch Nutzung digitaler Technologien ergeben. Am Beispiel der RehaGoal App wird entwickelt, welche Möglichkeiten sich durch die Digitalisierung und den Einsatz Assisitver Technologien ergeben, Selbständigkeit und Autonomie für Menschen mit angeborenen und erworbenen Hirnschädigungen zu erhöhen.

Inhalt

Wie können Menschen mit angeborenen und erworbenen Hirnschädigungen in ihren Teilhabemöglichkeiten unterstützt werden? Die RehaGoal App führt Patienten mit exekutiven Defiziten, insbesondere in der Handlungsplanung, schrittweise durch komplexe Tätigkeiten. Dazu stellt die RehaGoal App verschiedene Funktionsbausteine zur Verfügung, sodass komplexe Handlungsabläufe - genannt Workflows - intuitiv und individuell für die Nutzerinnen und Nutzer erstellt werden können. Bilder und Fotos können eingefügt und eine Sprachausgabe zugeschaltet werden. Zur Steigerung der Motivation werden zusätzlich Gamification-Elemente in das Tool integriert.
Der Einsatz der RehaGaol App wird im ambulanten Setting, im Alltag und bei der beruflichen Reha demonstriert. Neben den Möglichkeiten, die die RehaGoal App bietet, werden Erfahrungen aus der Praxis berichtet und mithilfe von Fallbeispielen illustriert. Dabei kommen Videos und Tutorials zum Einsatz. Praktische Übungen zur eigenen Workflowerstellung sind vorgesehen. Weiterhin werden erste Studienergebnisse zur Wirksamkeit und zum zielführenden Einsatz in der neuropsychologischen Rehabilitation präsentiert

Zielgruppen

  • PsychologInnen
  • Klinische PsychologInnen

ReferentInnen

  • Prof.in Dr.in Sandra Verena Müller

Hinweis

*Anrechenbar auf das Curriculum *
3.1 Erarbeitung eines Behandlungskonzepts (2 UE)
3.2 Neuropsychologische Trainingsverfahren und Therapie (2 UE)

Literaturempfehlungen
Ertas-Spantgar, F, Müller, SV, Korabova, S, Gabel, A, Schiering, I, Pape, AE & Hildebrandt, H
(2022). Errorless learning and assistive technology did not improve the negative prognosis
for severe dressing impairment after stroke if persisting for two weeks: A randomized
controlled trial, Applied Neuropsychology: Adult. DOI: 10.1080/23279095.2022.2090839
Ertas-Spantgar, F, Korabova, S, Gabel, A, Schiering, I & Müller, SV (2022). Guiding patients
with traumatic brain injury through the instrumental activities of daily living with the
RehaGoal App: a feasibility study. Disability and Rehabilitation: Assistive Technology,
10.1080/17483107.2022.2080290
Aust, J, Ertas-Spantgar, F, Lorenz, T, Schiering, I & Müller, SV (2022). Unauffällige
Unterstützung in der beruflichen Eingliederung von Menschen mit intellektueller
Beeinträchtigung. Ergotherapie & Rehabilitation, 61, 1, 18-22.
Ertas, F, Aust, J, Lorenz, T, Schiering, I, Brunner, K & Müller, SV (2021). Der Einsatz der
RehaGoal App durch Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung bei der Arbeit zu
Hause während der Corona-Pandemie. Zeitschrift für Neuropsychologie 2021, 32:1, 13-23.
Müller, SV, Ertas, F, Aust, J, Gabel, A & Schiering, I (2019). Kann eine mobile Anwendung
helfen abzuwaschen? Zeitschrift für Neuropsychologie, 30 (2), 123-131.


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