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Gruppengestaltung in der Rehabilitation: Scham, Beschämung und Würde-Erleben

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15.02.2020 09:00-17:00

Wien
Nr. S-01-11-1005-1

8 Einheiten
€ 186,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 228,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Tamara Akdil

Ziel

Die Arbeit in Gruppen stellt ein zentrales Vorgehen in rehabilitativen Einrichtungen dar. Die Motivation der TeilnehmerInnen und ist manchmal sehr divergent und dementsprechend die Teilnahme und Bereitschaft, sich einzulassen. Schwierige Gruppenerfahrungen sind zugleich Teil jeder Lebensbiographie, folglich ist ein bedachter Umgang aus psychologischer Sicht entscheidend. Im Vordergrund des Seminars stehen vor allem Fragen der (inneren) Haltung und weniger Methoden und Techniken.

  • Erfassung und Einordnung möglicher schwieriger Gruppensituationen
  • Annäherung an das eigene Scham- wie Würdeerleben
  • Klärung der eigenen Haltung als GruppenleiterIn

Inhalt

Anhand der Begriffe von Scham und Würde werden die sensiblen Grenzlinien in der Arbeit mit Gruppen aufgezeigt, Grenzlinien, die uns selber als PsychologInnen betreffen, aber natürlich immer auch unsere Gegenüber. Würde und Scham können als zwei Seiten einer Medaille angesehen werden. Die Scham als die Hüterin unserer Intimität reguliert Nähe und Distanz, Grenzen und Grenzüberschreitungen. Im Seminar werden in der Selbsterfahrung der eigene Zugang greifbarer gemacht und daraus folgend das, was jeder für sich in der Gruppenleitung an Rahmenbedingungen benötigt. Wie wichtig es ist, in der Gruppe die Erfahrung von würdevoller Begegnung zu ermöglichen, soll ebenso deutlich werden, wie mögliche Umgangsformen mit schwierigen Situationen.

  • Schwierige Gruppensituationen: Differenzierung
  • Eigene Gruppenerfahrungen: Was macht eine gute Gruppe aus?
  • Wann und wodurch entsteht Scham? Was ermöglicht Würde-Erleben?
  • Aufgaben der Gruppenleitung
  • Rahmenbedingungen für eine "gute Gruppe"

Leitung

  • MMag.a Alexandra Peternell-Mölzer