Prozessbasierte Kognitive Verhaltenstherapie bei Körperdysmorpher Störung

Außerhalb des Buchungszeitraums, bei Interesse wenden Sie sich bitte an untenstehende Ansprechperson

Fr 06.12.2019, 09:00–18:30
Sa 07.12.2019, 09:00–18:30

Wien
Nr. S-01-11-0100-1

20 Einheiten
€ 454,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 553,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Tamara Akdil

Ziel

Prozessbasierte Therapie zielt auf die Veränderung ungünstiger Verarbeitungsprozesse und Formen der Emotionsregulation ab. Zusätzlich zu ungünstigen Verhaltensweisen oder dysfunktionalen Kognitionen werden in diesem Ansatz als zentrale Ansatzpunkte für Interventionen Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Vorstellung und Bewusstsein gesehen. Die Ableitung eines individualisierten Erklärungsmodells, Ziele- und Werte-Klärung zum Aufbau von Veränderungsmotivation und die Integration von explizit auf die Veränderung von Verarbeitungsprozessen abzielende Interventionen sowie erlebnisaktivierende Techniken stellen die Grundlage des Vorgehens dar.
In dem Workshop wird das Vorgehen prozessbasierter Therapie in Rollenspielen und Modelldemonstrationen anhand eines komplexen Störungsbildes, der Körperdysmorphen Störung, veranschaulicht. Dieses Störungsbild ist durch die Überzeugung gekennzeichnet, durch einen vermeintlichen Defekt im Aussehen entstellt zu sein ("eingebildete Häßlichkeit"). Diese Störung ist weitaus verbreiteter als bislang vermutet, wird jedoch in der medizinischen und psychotherapeutischen Versorgung kaum erkannt und selten adäquat behandelt. Die einzelnen Schritte der prozessbasierten Therapie werden durch Modelldemonstrationen sowie in Kleingruppenarbeit eingeübt.

Lehrziele

  • Vermittlung eines transdiagnostischen Konzeptes des Therapieprozesses
  • Praktisches Einüben von prozessbasierten Interventionstechniken
  • Vermittlung von Wissen über die Diagnosestellung und Behandlung der Körperdysmorphen Störung
  • Einüben von Basis-Kompetenzen in der Beziehungsgestaltung
  • Transfer prozessbasierter Interventionen auf andere Störungsbilder

Inhalt

  • Einführung in die Rolle von Verarbeitungsprozessen in der Entwicklung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen
  • Grundkonzepte der prozessbasierten Therapie
  • Symptomatik und Diagnose der Körperdysmorphen Störung

Neben klassischem Vortrag besteht das Seminar auch aus:

  • Fallpräsentation
  • Videodemonstration
  • Modelldemonstration
  • Kleingruppenarbeit

Zielgruppen

  • Klinische PsychologInnen
  • GesundheitspsychologInnen

ReferentInnen

  • Prof. Dr. Ulrich Stangier

Hinweis

Vorkenntnisse
Praktische Erfahrung in der Durchführung von kognitiver Verhaltenstherapie
Zielgruppe
Klinische PsychologInnen


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