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Spezielle Aspekte der Notfallpsychologie bei Kindern und Jugendlichen

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19.05.2017 14:00-19:00
20.05.2017 09:00-16:00

Salzburg
Nr. S-01-12-0011-5

12 Einheiten
€ 268,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 322,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Tamara Akdil
akdil@boep.or.at

Ziel

Kinder und Jugendliche stellen in Hinblick auf psychosoziale Betreuung und notfallpsychologische Versorgung eine besondere Gruppe dar. Erstens hängt es von ihrem Alter und Entwicklungsstand ab, wie sie belastende Ereignisse verstehen und verarbeiten und zweitens stehen ihnen nicht dieselben Bewältigungsstrategien zur Verfügung wie Erwachsenen. Wenn Kinder nahe Angehörige verlieren, sind sie darüber hinaus in speziellem Maße überfordert und hilflos. Kinder nutzen, sofern man ihnen die Möglichkeit gibt, ihre eigenen Bewältigungsformen, das Spiel, die Phantasie, Geschichten und Rituale. Jugendliche greifen auf andere Formen der Ablenkung, die Gleichaltrigengruppe sowie kreative und rituelle Formen der Verarbeitung und des Gefühlsausdrucks zurück.

Inhalt

  • Vorstellen der fünf Wirkfaktoren (Hobfoll et al 2007): Sicherheit, Verbundenheit, Ruhe, Empowerment und Hoffnung
  • Zielführende Interventionen bei Kindern und Jugendlichen in der peritraumatischen Phase sowie in den ersten Tagen und Wochen nach dem Ereignis
  • Präsentation von Fallbeispielen zu typischen Fragen entsprechend dem Todes- und Ereignisverständnis von Kindern bzw. Jugendlichen sowie spezielle Formen der notfallpsychologischen Intervention
  • Arbeit in verschiedenen Kontexten (Gruppe, Einzel, Familie) sowie Ereignistypen (Gewalt, Todesfall, Großunfall)
  • Herausarbeiten des Nutzens natürlicher Bewältigungsformen von Kindern und Jugendlichen sowie deren Bezugspersonen zur Förderung der Rückkehr zur Normalität und Erholung

Leitung

  • ao. Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Juen

Hinweis

Dieses Seminar ist auch für das Curriculum Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie im Bereich III anrechenbar.