Webinar: Ernsthaft lustig? Die Rolle des Humors in der Untersuchung, Diagnose und Therapie von Demenzbetroffenen. Mit Erfahrungsberichten zu Geriatrie und COVID-19.

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Freie Plätze vorhanden

Mo 04.07.2022, 10:00–17:30

Online
Nr. S-01-17-0025-4

8 Einheiten
€ 181,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 222,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Manuela Schwaiger

Ziel

Die Tatsachen, dass es sich 1) bei Demenzerkrankungen um etwas (aktuell) Unheilbares handelt, was 2) die Betroffenen zunehmend hilflos macht und letztlich todesursächlich ist, legt einen humoristischen Zugang sicherlich nicht nahe.
Aber kann man es nicht auch ganz anders sehen? Haben nicht alle Personen, und insbesondere jene, die mit der Bürde einer solchen Erkrankung leben müssen, ein Recht auf alles, was die Lebensqualität verbessert?

Nach einem Vierteljahrhundert Arbeit mit Demenzerkrankten habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein humorvoller Umgang die testpsychologische Untersuchungssituation zu einem angenehmeren Erlebnis machen kann. Dadurch reduziert sich die Belastung für PatientInnen und PsychologInnen, die Testcompliance wird gefördert und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass PatientInnen bereit sind zu den sehr wichtigen Follow-Ups zu erscheinen.
Hinzu kommt, dass sich eine Reihe von KollegInnen davor scheuen, (primär) im geriatrischen Bereich tätig zu sein, da angenommen wird, dass die psychologische Tätigkeit in diesem Kontext aussichtslos, vergeblich oder bedrückend sei. Dem ist meiner Erfahrung nach nicht so.

In diesem Seminar soll, illustriert durch eigene Fallbeispiele, Fachliteratur zu den folgenden Themenschwerpunkten präsentiert und diskutiert werden:

  • Humor und Gehirn
  • Veränderungen des Sinns für Humor als mögliches, differentialdiagnostisch wichtiges, Frühsymptom einer demenziellen Entwicklung
  • "angewandter Humor" in der klinisch-psychologischen Diagnostik und Beratung
  • Humor im Pflegeheim: Laughter Bosses & Elder Clowns - die SMILE Studie
  • Humor und (psychische) Gesundheit/ Resilienz

Ziele:
Die TeilnehmerInnen sollen einen Überblick über die Rolle des Humors bei dementiellen Erkrankungen erhalten. Insbesondere werden in diesem Kontext Strategien zur Förderung der Compliance bei schwierigen PatientInnen erarbeitet.
Es soll vermittelt werden, welchen Stellenwert Humor bei der psychologischen Tätigkeit einnehmen kann und wie er sich positiv auf die Lebensqualität aller Beteiligten (Betroffene, Angehörige, PsychologInnen) auswirken kann.

Zum Abschluss steht zur Diskussion, ob eine humorvolle Lebenseinstellung es älteren Personen ermöglicht, mit bis dato unbekannten Herausforderungen (z.B. COVID-19) besser umzugehen als viele jüngere Menschen. Dazu möchte ich berichten, was mir hunderte Patient*innen seit Beginn der Pandemie erzählt haben, und was wir (meiner Meinung nach) alle von ihnen lernen können.

Inhalt

Es wird ein strukturierter Überblick der Fachliteratur zu folgenden Themen geboten:
Humor und Gehirn

  • Veränderungen des Sinns für Humor als mögliches, differentialdiagnostisch wichtiges, Frühsymptom einer demenziellen Entwicklung
  • Angewandter Humor in der klinisch-psychologischen Diagnostik und Beratung
  • Humor im Pflegeheim: Laughter Bosses & Elder Clowns - die SMILE Studie
  • Humor und (psychische) Gesundheit/ Resilienz Eigene praktische Erfahrungen sowohl der Vortragenden als auch der TeilnehmerInnen werden im Rahmen des Seminars diskutiert.

Zielgruppen

  • PsychologInnen
  • Klinische PsychologInnen
  • GesundheitspsychologInnen

ReferentInnen

Feedback zum Seminar

03/2022

Hinweis

Dieses Webinar ist für das Curriculum Gerontopsychologie mit 4 EH für den Bereich I und mit 4 EH für den Bereich III anrechenbar.

Dieses Seminar wird als Webinar über Zoom angeboten. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr PC bzw. Ihr Laptop über Lautsprecher, Kamera und Mikrofon verfügt und diese einsatzbereit sind. Eine stabile Internetverbindung ist generell Voraussetzung für die Teilnahme an Webinaren. Wir setzen Webinare den Präsenzseminaren gleich und bitten um Verständnis, dass eine Teilnahmebestätigung nur dann ausgestellt werden kann, wenn Ihre Teilnahme an dem Webinar nachvollziehbar ist. Dies erfolgt wenn Kamera, Ton und z.B. Rückmeldungen im Chat eingesetzt werden.
Wir weisen weiters darauf hin, dass die Aufzeichnung von Online-Veranstaltungen - auch für den privaten Gebrauch - unzulässig ist. Eine solche Aufnahme greift in die Persönlichkeitsrechte der Vortragenden sowie der erkennbaren TeilnehmerInnen ein und stellt einen Verstoß gegen die DSGVO dar


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