Webinar: Modul 4: Neuropsychologie der Rechenstörung

Außerhalb des Buchungszeitraums, bei Interesse wenden Sie sich bitte an untenstehende Ansprechperson

Mo 20.11.2023, 18:30–20:00

online
Nr. S-01-20-0118-1

2 Einheiten
€ 49,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 60,- ohne BÖP-Mitgliedschaft
€ 49,- mit GNPÖ-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Gesellschaft für Neuropsychologie Österreich (GNPÖ)

Ziel

Numerische Entwicklung beginnt weit vor dem eigentlichen Schuleintritt und hinreichende mathematische Kompetenzen sind heutzutage unabdingbar um später am schulischen, beruflichen und gesellschaftlichen Leben erfolgreich teilnehmen zu können. Nicht bei allen Kindern verläuft allerdings diese numerische Entwicklung reibungslos und etwa 6% der Kinder entwickeln eine Rechenstörung. Generell wäre es wünschenswert Kinder mit einem Risiko für die Entwicklung einer Rechenstörung möglichst früh zu identifizieren und zu unterstützen. Ziel des Vortrags sind Antworten auf folgende Fragen zu gewinnen wie:

  • Was ist Rechenstörung?
  • Wie erkenne ich eine Rechenstörung?
  • Was sind die neuronalen Grundlagen einer Rechenstörung?
  • Was gilt es bei einer Diagnose zu bedenken?
  • Wie können Betroffene unterstützt werden und welche Kinder profitieren vielleicht nicht von einer Therapie?

Inhalt

Karin Kucian gibt in ihrem Vortrag einen Überblick zur Rechenstörung, wie wir Kinder frühzeitig erkennen und auf ihrem weiteren Lernweg unterstützen können. Dabei werden aktuelle neuropsychologische und neurowissenschaftliche Erkenntnisse zur Rechenstörung vorgestellt.

Zielgruppen

  • Klinische PsychologInnen
  • PsychologInnen

ReferentInnen

  • PD Dr. sc. nat. Karin Kucian

Hinweis

Seminarleitung
PD Dr. sc. nat. Karin Kucian
PD Dr. sc. nat. Karin Kucian ist Neurowissenschaftlerin und Pädagogin. Sie arbeitet als Forschungsgruppenleiterin am Zentrum für MR-Forschung des Universitäts-Kinderspitals Zürich. In ihrer Forschung untersucht sie die Entwicklung der numerischen Kognition und insbesondere der Dyskalkulie. Dabei interessieren sie die Besonderheiten von Kindern mit Dyskalkulie und ihre neuronalen Grundlagen, sowie der Transfer von ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis um betroffene Kinder besser unterstützen zu können. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie zuständig für die Dyskalkulie-Abklärungen im Nachschulbereich des Kantons Zürich.

Anrechenbar auf das Curriculum

  1. Neuropsychologische Störungsbilder bzw. Fragestellungen 2 EH

Literaturempfehlungen
Bücher:
von Aster M, Kaufmann L, McCaskey U, & Kucian K (2020). Rechenstörungen im Kindes- und Jugendalter. In J. Fegert, F. Resch, P. Plener, M. Kaess, M. Döpfner, K. Konrad, & T. Legenbauer (Eds.), Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters (pp. 1-19). Berlin, Heidelberg: Springer Berlin Heidelberg.
Landerl K., Vogel S., Kaufmann L. (2017) Dyskalkulie. 3. Auflage, Reinhardt UTB: München, Basel.
Kucian K, McCaskey U (2022) Longitudinal observation studies of dyscalculia. In Skeide M.A. The Cambridge Handbook of Dyslexia and Dyscalculia. Cambridge University Press, Cambridge, UK.

*Reviewartikel: *
Kucian, K., & von Aster, M. (2015). Developmental dyscalculia. European Journal of Pediatrics, 174(1), 1-13.

Ratgeber:
S3-Leitlinie: Diagnostik und Behandlung der Rechenstörung. AWMF. 2018
Dyskalkulie: Ratgeber zum Thema Dyskalkulie - Erkennen und Verstehen. Bundesverband für Legasthenie und Dyskalkulie, 6. Auflage, 2018


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