Psychologische Behandlungsansätze bei mobbinginvolvierten Kindern & Jugendlichen mit Fokus auf defizitäre Erlebens- und Verhaltensbereiche (Vertiefung zum Seminar Gewalt & Mobbing)

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Freie Plätze vorhanden

Fr 20.11.2020, 14:00–19:30
Sa 21.11.2020, 09:00–18:30

Graz
Nr. S-01-15-0109-1

16 Einheiten
€ 372,- mit BÖP-Mitgliedschaft
€ 452,- ohne BÖP-Mitgliedschaft

Ansprechperson
Manuela Schwaiger

Ziel

Mobbing & Gewaltvorkommen bei Kindern & Jugendlichen verbergen sich oftmals hinter unterschiedlich diagnostizierten Störungsbildern wie z.B. depressive Symptome oder Störungen des Sozialverhaltens. Aufbauend auf das Seminar "Mobbing & Gewalt bei Kindern und Jugendlichen" beschäftigen wir uns in diesem Seminar vertieft mit psychologischen Behandlungsansätzen bei mobbinginvolvierten Kindern - je nach Ausprägung der vorliegenden Mobbingrolle treten unterschiedliche defizitäre Erlebens- und Verhaltensbereiche auf, die es in der Behandlung bzw. Therapie zu berücksichtigen gilt. Wie gelingt es außerdem, die für Kinder & Jugendliche wichtige Brücke zur schulischen Lebenswelt zu schlagen? Was alles ist im System "Schule" zu beachten, wie gelingt eine gute Kooperation?

  • Vermittlung von Erscheinungen und Auswirkungen von Gewalt- und Mobbingphänomenen im Kindes- und Jugendalter
  • Gewalt- und Mobbingphänomene erkennen können
  • Kennenlernen der wichtigsten komorbiden Störungsbilder
  • Kennenlernen der Einflussfaktoren und Grundlagen prosozialen Verhaltens
  • Kenntnisse und Basisfähigkeiten im Umgang mit von Mobbing betroffenen Personen
  • Gesprächsführung
  • Psychologische Behandlungsansätze im Einzel- und Gruppensetting
  • Aufbau und Erhalt von Vernetzungsarbeit (Schule, Eltern)

Die TeilnehmerInnen lernen hinter diagnostizierten Störungsbildern auf Gewalt- und Mobbingphänomene zu achten und diese zu erkennen, lernen Einflussfaktoren und Grundlagen prosozialen Verhaltens kennen, je nach vorliegender Mobbingrolle (Täter, aggressive Opfer, passive Opfer) gezielte psychologische bzw. therapeutische Interventionen zu setzen und werden mit Möglichkeiten im System "Schule" vertraut gemacht.

Inhalt

  • Kurzer Überblick von Interventionsmethoden bei Gewalt & Mobbing
  • Kennenlernen der wichtigsten komorbiden Störungsbilder
  • Einflussfaktoren und Grundlagen prosozialen Verhaltens
  • Bedeutung von Resilienzfaktoren
  • Psychologische und verhaltenstherapeutische Behandlungsansätze im Einzel- und Gruppensetting (z.B. Soziales Kompetenztraining, Soziabilität, Kognitive Perspektivenübernahme, Emotionsregulation, Antiaggressionstraining, Selbstwertstärkung)
  • Traumatherapeutische Aspekte
  • Schule, Eltern- und Vernetzungsarbeit
  • Reflexions- und Selbsterfahrungsanteile
  • Videoanalysen
  • Fallbeispiele aus der Praxis

Zielgruppen

  • PsychologInnen
  • Klinische PsychologInnen
  • GesundheitspsychologInnen
  • PsychotherapeutInnen

ReferentInnen

Hinweis

Vorkenntnisse

Zielgruppe
Klinische PsychologInnen, GesundheitspsychologInnen, PsychologInnen und PsychotherapeutInnen

Literaturangaben

  • Jannan, M. (2010: Das Anti-Mobbing-Buch. Gewalt an der Schule - vorbeugen, erkennen, handeln (3. Auflage). Weinheim und Basel: Beltz Verlag)
  • Margraf, J., & Schneider, S. (2009). Lehrbuch der Verhaltenstherapie. Band 3: Störungen im Kindes- und Jugendalter. Heidelberg: Springer.
  • Petermann, F., & Petermann, U. (2012). Training mit aggressiven Kindern (13., überarbeitete Auflage). Weinheim Basel: Beltz Verlag. Wolke, D., Copeland W.E., Angold, A. & Costello, E.J. (2013). Impact of Bullying in Childhood on Adult Health, Wealth, Crime and Social Outcomes. Psychol Sci., 24(10), 1958-1970.

Dieses Seminar ist im Ausmaß von 16 EH für den Bereich III im Curriculum Kinder-, Jugend-, Familienpsychologie anrechenbar.


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